Wie war das gleich: mit Talent an die Spitze? Malcom Gladwell widerlegt diesen allgemein verbreiteten Glauben, dass nur Menschen mit hohem IQ und Talent zu besonderen Spitzenleistungen in der Lage sind (Malcom Gladwell: “Überflieger- warum manche Menschen erfolgreich sind und andere nicht”).
Was zählt, ist die Konsequenz.
Malcolm Gladwell spricht in “Überflieger” davon, dass Menschen in dem, was sie tun, nach 10.000 Stunden echte Spitzenleistungen bringen werden. Das sind – bei realistischer Zeitplanung – ca. 10 Jahre intensiven Übens, Lernens, Trainierens. Das tun wir sicher nur dann, wenn wir auf etwas gestoßen sind, was wirklich unseren Neigungen, unseren Bedürfnissen und unseren Talenten entspricht. Was wir wirklich lieben.
Nicht selten stößt man auf Menschen, die scheinbar über Nacht zum erfolgreichen Superstar geworden sind. Die Jahre davor entgehen uns meist. Bei erfolgreichen Sportlern ist uns dieser Zusammenhang schneller klar. In anderen Bereichen – vor allem in der Arbeitswelt – oft erst auf den zweiten Blick.
Außerdem spielen die Rahmenbedingungen laut Gladwell eine entscheidende Rolle. Ein erfolgreicher Mensch muss nicht nur wollen und können, er muss auch dürfen! Und er braucht Unterstützer, Mentoren. Ganz alleine, ohne Reflexion und immer mal wieder auch einen kräftigen Tritt in den Hintern wird ein guter Sportler nicht zum Spitzensportler. Und eine gute Führungskraft nicht zur Spitzen-Führungskraft.
Der Sportpsychologe Frank Hänsel von der TU Darmstadt sowie die Frankfurter Berater Ulrike und Peter Wollsching-Strobel beschreiben in „Die Leistungsformel” , wie sich diese 10.000 Stunden-Regel im Arbeitsleben auswirkt.
Recht einfach auf den Punkt gebracht lassen sich 6 Regeln herauskristallisieren:
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Trotz vieler Interessen sich auf eine Fähigkeit konzentrieren, seine Kraft fokussieren (Stärken stärken)
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Die eigenen Antreiber und Grundmotive herausfinden und sich danach richten
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Die „10.000-Stunden-Regel” als „Naturgesetz” auf dem Weg zur Spitze beachten
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Nicht einfach viel arbeiten. Wichtig ist die fachliche und persönliche Entwicklung
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Frühe Förderung durch Programme, Coaches oder Mentoren hilft entscheidend
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ebenso wie rechtzeitiges kollegiales Networking mit Gleichgesinnten
Auch Neurologen bestätigen diesen Ansatz. Offenbar dauert es in etwa diese 10.000 Stunden, bis sich das Gehirn dazu entschlossen hat, seinen Träger eine Tätigkeit wirklich exzellent ausüben zu lassen. Das Resultat: bei allem was wir wirklich gut können wollen heißt es üben, üben, üben.
Also fange ich gleich selber damit an und lese Gladwells “Überflieger” fertig, dazu die “Leistungsformel“. Dann sind schon wieder ein paar Stunden auf dem Konto ;-)
Andreas Fritsch
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Artikel “10.000 Stunden oder: Fleiß schlägt Talent!”