Befragt man Suchmaschinen zum Thema Produktivität findet man die unterschiedlichsten Studien und Erklärungen warum Unternehmen den Zugang zu Facebook & Co sperren.

Eine Studie der Universität Melbourne beispielsweise stellte fest, dass die Produktivität durch Workplace Internet Leisure Browsing (WILB) um 9% steigt. Entspannung zwischendurch verbessere die Konzentration und damit die Produktivität, so die Studienautoren.

Andere Studien kommen zu gegenteiligen Meinungen. Unternehmen die den Zugang zu Social Media sperren, begründen das oft mit Webtraffic-Statistiken in denen Facebook Spitzenplätze belegt. Da mag es schon reizvoll erscheinen, den Zugang zu sperren und zu hoffen, dass damit wertvolle und teure Arbeitszeit wieder zum Arbeiten genutzt wird.

Wichtigster Aspekt bleibt meist völlig unbeachtet …
Während die private Internetnutzung im Office lt. Meinung vieler Firmenbosse die Produktivität senkt, wird ganz einfach vergessen, dass sich die neuen Technologien und Dienste gleichzeitig mehr als positiv auf die Effizienz auswirken – und damit den vermeintlichen “Schaden” locker ausgleichen.

Wenn man denn die neuen Tools auch im Unternehmen nutzt. Dienste wie Salesforce oder Yammer legen die gelernten Prinzipien der Social Networks auf die Unternehmensebene um und brauchen dabei meist weitaus weniger Schulungsaufwand als Sofwareneuerungen aus der hauseigenen IT. Warum? Weil die User die Funktionalitäten ganz einfach von Google, Youtube, Facebook und Co kennen.

Durch diese Onlinedienste zur Kommunikation und Kollaboration lassen sich heute viele Aufgaben deutlich schneller erledigen als noch vor wenigen Jahren.

IBM spart durch die Social Media Nutzung der Mitarbeiter nach eigenen Angaben jährlich allein 4 Mio. Dollar durch geringere Reisekosten ein.

Executive Summary
Case Study: IBM Makes Social Media The Responsibility Of Every Employee
Forrester Research

„As a global technology leader focused on delivering forward-looking technology and solutions, IBM is no stranger to taking a unique approach in order to generate a stronger end result. To encourage discussion and foster a cultural affinity for social media across its vast network of 400,000 employees, countless partners, and global customer base, IBM made social engagement a key responsibility of every employee. Through a collaborative effort led by marketing, employees embraced social media to help get the word out about IBM solutions and events. The result was a measurable increase in awareness and tighter collaboration among IBM employees to better meet customer needs.“

Warum Sperren mehr Schaden als Nutzen bringen!

  • Mitarbeiter die nicht auf Facebook mit Kollegen und Freunden tratschen können, werden dies auf andere Weise tun!
  • Ein Kaffeeplauscherl in der Kantine dauert sicher länger als ein Chat auf Facebook.
  • Auf mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletts können die Dienste trotzdem genutzt werden, und Sie haben keine Kontrolle darüber.
  • Recherchearbeit findet immer mehr z.B. über die Facebook Suche statt und liefert dabei auch gleich Erfahrungsberichte und ein Meinungsbild vieler anderer Nutzer und Freunde!
  • Mit einer Öffnung haben Ihre Mitarbeiter die Möglichkeit, wichtige Informationen im Social Web zu sammeln, Beziehungen mit Kunden zu pflegen und mit Partnern zu kommunizieren.
  • Kämen Sie auch auf die Idee, Ihren Mitarbeitern den Zugang zu Google oder E-Mail zu sperren?
  • Social Media hat die gesamte Unternehmenskommunikation verändert. Nicht mehr nur einzelne Verantwortliche kommunizieren mit der Öffentlichkeit, sondern jeder Mitarbeiter ist potentieller Multiplikator!
  • Ein positiver Nutzen lässt sich nur durch aktive Einbeziehung der Mitarbeiter und deren freien Zugang zum Internet ziehen.
  • Mitarbeiter, die Social Media Kanäle frei nutzen dürfen, werden auf diesen Kanälen dem Unternehmen positiver gegenüberstehen und werden zu Markenbotschaftern.

Geben Sie einen Rahmen vor!
Erklären Sie Ihren Mitarbeitern die Auswirkung Ihrer Social Media Aktivitäten, und erarbeiten Sie gemeinsam Guidelines für die Nutzung der einzelnen Kanäle.

Das muss oft gar kein umfangreiches Werk sein. Die Social Media Guidelines von Microsoft kommen mit nur 2 Worten aus: be smart!

Genau der Gedanke ist das perfekte Schlusswort. Seien Sie smart, bevor Sie Zugänge zum WWW einschränken! :-)

 

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Dieser Artikel wurde verfasst am Freitag, März 18th, 2011 um 11:40.
Kategorie: Marketing, Werbung & PR, Sonderbeilagen & Ausgaben.

 

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Artikel “Teil 10/12: Zeitfresser Social Media? Warum Sperren nach hinten los gehen!”

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