Der Social Media Themenmonat nähert sich seinem Ende – 4 Wochen rund um soziale Medien für den unternehmerischen Alltag Socialnomics über Nutzungsmotive- & barrieren sozialer Medien bis zu Facebook Pages, Privatsphäre und Deals.
Am heutigen letzten Thementag möchten wir Ihnen noch kurz 3 aktuelle Trends vorstellen, damit Sie der nächste Hype nicht am falschen Fuß erwischt:
1. Messaging Aggregation
Stellen Sie sich vor, Sie sind auf der Suche nach einer bestimmten Information. Sie wissen noch, dass Sie das Thema mit Person X besprochen haben, aber nicht mehr wann oder wo. Nun fangen Sie an, all Ihre Nachrichtenkanäle zu durchkämmen – die Textsuche in Ihrem Email-Client, die Chat-Protokolle aus Instant Messanger Diensten, die SMS-Chronologie von Privat- & Firmenhandy. Mit etwas Glück finden Sie die gesuchte Information – nach zahlreichen Klicks und Texteingaben. Und nun stellen Sie sich vor, statt mehreren Kommunikationskanälen nur einen einzigen durchsuchen zu müssen: Ihre Social Inbox, wo SMS, Chat & Email in einer Personen zugeordneten Konversation zusammengefasst sind. Was Google mit Gmail, Videochat, Wave & Buzz versucht hat einzuführen, wurde kürzlich von Facebook unter ebenjenem Produktnamen „Social Inbox“ ausgerollt. Was genau sich Mark Zuckerberg bei der Entwicklung dieses Service gedacht hat, und wo er interpersonelle Kommunikation in Zukunft sieht, hat er beim web 2.0 summit Ende 2010 mit Tim O’Reilly von O’Reilly Media und John Battelle von Federated Media Publishing diskutiert: http://www.youtube.com/watch?v=CRUOl03nZIc
2. Q & A
Q & A – zu deutsch: Frage & Antwort – ist derzeit hoch im Kurs: Was dem Blogger sein Formspring (User können anonym einer bestimmten Person Fragen stellen), TED seine Conversations (die TED Community diskutiert unter der Moderation von ExpertInnen in einem definierten Zeitraum ein Fachhema) und Quora die auf Crowdsourcing basierende Sammlung von Fragen & Antworten (Offene Fragen werden in den Raum gestellt und jede/r ist Willkommen, Antworten zu geben, zu editieren und zu organisieren) – ist Facebook sein „Questions“. Jede Statuszeile bietet nun nicht nur die Möglichkeit, einen Status, ein Foto, einen Link oder ein Video zu posten – sondern auch eine Frage zu stellen. Die so erstellten Polls können von den Facebook-Friends beantwortet und um weitere Antwortmöglichkeiten erweitert werden. Wie sich der Dienst professionalisieren wird, bleibt abzuwarten – jedenfalls hat Facebook damit einmal mehr bewiesen, sich aktuelle Webströmungen gekonnt unter den Nagel zu reißen.
3. E-Partizipation
Vor ca. einem Jahr präsentierte die Telekom Austria anlässlich „20 Jahre Internet“ eine Studie zur Zukunft des Internets – die Trends sind demnach wie folgt:
Zu den Top prognostizierten Zukunftstrends der User zählen: Virtuelle Partizipation an öffentlichen Prozessen (90 %), individualisiertes Fernsehen (67 %), das Internet als primäre und offene Wissensplattform (60 %) und virtuelle Einkaufszentren (40 %). Frauen sind tendenziell aufgeschlossener gegenüber Zukunftstrends als Männer.
(aus: http://business.telekom.at/newsmag/bizmail/ausgabe_151/biz151_inside_1.php)
Auch in Österreich bemühen sich mehr und mehr Organisationen und Einzelpersonen um die Ermöglichung von E-Partizipation, zum Beispiel die Offenlegung von Budgets und die damit in Zusammenhang stehende öffentliche Diskussion von Aufwendungen – nicht zuletzt diskutiert beim gov 2.0 camp (Dokumentation nachzulesen via http://www.barcamp.at/Gov2.0camp) vergangenen Dezember in Wien. Doch all diese Bestrebungen werden erst dann wirklich eine breite Masse an BürgerInnen erreichen, wenn seitens der Verantwortlichen tatsächlich Transparenz und reale Partizipation gelebt und erwünscht und auch entsprechende Meinungsbildung betrieben wird, wenn technische Voraussetzungen und entsprechende Medienkompetenz vorhanden sind, und vieles mehr.
In diesem Sinne möchten wir das Social Media Themenmonat auf UnternehmerWeb und UnternehmerWissen mit folgendem Zitat von Albert Einstein beschließen:
Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft,
denn in ihr gedenke ich zu leben.
Viel Erfolg jetzt & in Zukunft sowie viel Spaß bei den sozialmedialen Aktivitäten wünschen Ihnen
Roland Trnik & Hanna Spegel
SPiNNWERK – Agentur für neue Kommunikation
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>> Alle weiteren Beiträge des Themenmonats finden Sie hier
>> BONUS-Material: Interview am 28. April 2011
Kontakt:
SPiNNWERK
Agentur für neue Kommunikation
Spengergasse 57
1050 Wien
Austria
W www.spinnwerk.at
Hanna Spegel
T +43 676 97 93 536
E hanna.spegel@SPiNNWERK.at
Roland Trnik
T +43 676 9166 323
E roland.trnik@SPiNNWERK.at


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Artikel “Teil 12/12: Social Media Trendausblick: What’s next?”