Dieser Tage beschäftigt mich, berufsbedingt, wieder einmal das Thema einer neuen Softwareversion. (Microsoft Office 2010 steht kurz vor dem Launch.) Und im Zuge dessen begleiten mich die üblichen Überlegungen: „Wie erklärst du kurz und bündig ‚deiner‘ Zielgruppe, den KMU, die Vorzüge des neuen Office?“

Der Sinn neuer Software_Harald Labes Das bringt mich irgendwie zur allgemeinen Frage: Wann ist der Bedarf an neuer Software gegeben?
Ich kann mich noch an meine studentische Zeit erinnern. Da hatte man einfach immer die neueste Version jedes benötigten und nicht benötigten Programms (zu haben). Entweder erhielt man diese günstig über Studentenangebote der jeweiligen Hersteller oder kostenlos als private Sicherheitskopie eines Kollegen (oder es war Open Source-Software). Schon damals habe ich mir persönlich oft gedacht: „Ich reize doch die alte Version eh schon nicht aus, wozu brauch ich dann die neue?“ Und es ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Selten beinhalten neue Versionen einer Software gegenüber dem Vorgänger so radikale Änderungen, wie zum Beispiel von Office 2003 auf Office 2007 – als die komplette Benutzerführung revolutionär geändert wurde. Oft sind es „nur“ neue Features und dezente Optimierungen an der Oberfläche verbunden mit mehr oder weniger spürbaren Überarbeitungen „unter der Haube“ (also was Leistung, Verarbeitung, Darstellung, Grafikfluss, Kompatibilität, usw. betrifft). Und im Gegensatz zu Studenten ist für Unternehmen der Umstieg auf eine neue Software eine durchaus kostspielige bzw. ressourcenintensive Angelegenheit. Da will eben genau überlegt sein, wann ein Umstieg sinnvoll ist und wann nicht.

Deshalb lässt sich die Frage auch nicht einfach bzw. pauschal beantworten,
wann eine neue Software rentabel und der Bedarf gegeben ist. Generell gilt: Je älter ein Programm ist, umso schneller rentiert sich eine neue Version bzw. lohnt sich der Installationsaufwand im Unternehmen.

Zum Beispiel
ist von Adobe erst jetzt eine neue Version von Photoshop (bzw. der ganzen Creative Suite) erschienen. „Wozu kaufen?“, könnte man sich fragen. Bekanntlich sind ja auch mit alten Versionen schöne Plakate, Flyer, Bilder, Grafiken usw. gestaltet worden. Kurz gesagt: Models konnten bisher ja auch schon „hübsch retuschiert“ werden. Die neue Version inkludiert einige Funktionen, die bereits bisher (halt auf dem „Fußweg“) umgesetzt werden konnten.

Aber, …neue Funktionen helfen, Zeit zu sparen. Und diese neuen Funktionen helfen nur dann, wenn man auch gewillt ist, sie zu nutzen. Die neueste Softwareversion nützt gar nichts, wenn der Anwender weiterhin alles so löst wie bisher, weil er das ja schon immer so gemacht hat. Und die gesparte Zeit bedeutet nicht, dass jeder früher nach Hause gehen kann, weil er jetzt schneller fertig ist. Vielmehr bedeutet gesparte Zeit einfach, dass man nun mehr Zeit hat sich auf die Sachen zu konzentrieren, die einen von den anderen abheben. Einen Geschäftsbrief, eine Aussendung oder ein Projektdokument schneller professionell gestaltenzu können, erlaubt, mehr Zeit auf andere Dinge in einem Projekt zu verwenden. Und genau darum geht es doch, oder? Besser, schneller und individueller zu sein als die Konkurrenz, oder? Wenn man sich für neue Software entscheidet, dann sollte man aber auch auf jeden Fall willens sein, alte Gewohnheiten zu hinterfragen und sich mit der neuen Version ein wenig auseinanderzusetzen. Das kann über Schulungen oder durch Eigeninteresse erfolgen.

 Alte Version + häufige Nutzung = Zeit für eine neue Version _Harald Labes Alte Version + häufige Nutzung = Zeit für eine neue Version
Wenn Sie also heute eine alte Version einer Software im Einsatz haben, die in Ihrem Unternehmen aber von vielen häufig und intensiv genutzt wird, dann lohnt sich mit ziemlicher Sicherheit die Investition in neue Software. Die meisten Hersteller bieten oft sogar Beispiele an, wo Sie sehen können wie, wo und wie viel ein neues Programm hilft zu sparen bzw. zeiteffizienter (also produktiver) zu werden. Können Sie mit Office 2000 Mails schreiben, Präsentationen erstellen, Angebote verfassen, Berichte erstellen, Serienbriefe aufsetzen, usw.? Ja, natürlich. Können Sie das auch mit Office 2010? Ja, aber eben wesentlich strukturierter, erheblich einfacher, schneller, intuitiver und somit ungleich professioneller.

In den letzten 10 Jahren der Softwareentwicklung
ist einfach unheimlich viel weitergegangen. Der Benutzer (und nicht alleine der Fokus auf neue Funktionen) sind in das Zentrum der Bemühungen bei Softwareherstellern gewandert. Es geht also nicht nur darum, mehr Funktionen zu haben als früher, es geht vor allem darum, diese Funktionen so intuitiv wie möglich nutzbar zu machen. Und aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen versichern: Das merken Sie. Wenn Sie, wenn wir schon beim Beispiel Office sind, mit der neuen Version ein paar Wochen oder Monate gearbeitet haben, dann werden Sie freiwillig nicht mehr auf die alte Version zurücksteigen wollen, bzw. sehen dann wie alt die alte Version tatsächlich ist. (Das gilt für viele andere Programme natürlich genauso.)

Weiterführende Links:

Harald Labes

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Microsoft Österreich GmbH
Harald Labes
KMU Portal Manager
Am Euro Platz 3, 1120 Wien
T +43/1/610 64 – 343
i-halabe@microsoft.com
W www.microsoft.com/austria

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Dieser Artikel wurde verfasst am Donnerstag, April 29th, 2010 um 18:18.
Kategorie: IT & Telekommunikation.

 

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Artikel “Der Sinn neuer Software”

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