So ein eigenes Unternehmen zu führen – mit oder ohne MitarbeiterInnen – geht ganz schön an die Substanz. Persönliche Schwächen wirken sich auf den Erfolg genauso aus wie die individuellen Kompetenzen. Da schadet es nicht, genau zu wissen, woher der eigene Antrieb kommt.
Manchmal ist es einfach die pure Not
Zwei ungleichen Stiefschwestern, eine hässlich, faul und verwöhnt, die andere schön, aber von der Stiefmutter ungeliebt, fristen ein ziemlich unterschiedliches Dasein. Die geliebte Tochter muss keinen Finger krümmen und die Stieftochter dafür umso härter arbeiten. Jeden Tag sitzt sie von morgens bis abends am Brunnen und spinnt, bis die Finger bluten. Eines Tages fällt ihr beim Abwaschen des Blutes die Spule in den Brunnen. In ihrer Verzweiflung über die verlorene Spindel springt sie in den tiefen Brunnen, um sie wieder heraus zu holen. Zwar verliert sie sofort das Bewusstsein, erwacht aber bald verwirrt auf einer sonnigen Blumenwiese.
Wie sie herumwandert kommt sie zu einem heißen Ofen, aus dem ihr die fertigen Brote zurufen. Sie zieht sogleicht die Laibe heraus und schüttelt auch die überreifen Äpfelbäume, die darum bitten abgeerntet zu werden. Zuletzt gelangt sie zu einem kleinen Haus, in dem sie Frau Holle antrifft, eine furchteinflößende alte Frau. Obwohl ihr bang ist, nimmt sie das Angebot an den Haushalt für Kost und Logis in Ordnung zu halten.
Und geht es uns als UnternehmerInnen nicht auch häufig so, dass uns die pure Not antreibt oder wir trotz bangem Herzen einen Auftrag annehmen, von dem wir nicht genau wissen, wohin er uns führen wird – einfach weil die anderen Optionen noch weniger verlockend sind. Wir sind gewöhnt zu ackern und auch wenn wir mal gar nicht wissen wo uns eigentlich der Kopf steht, backen wir immer noch unsere Brötchen oder sorgen uns um reife Äpfel.
Das Goldmarie-Geheimnis: Was treibt mich an?Frau Holle im Original lesen |
Zuverlässigkeit lohnt sich
Wie sich herausstellt ist diese Frau Holle für den Schnee im Winter verantwortlich. Das kräftige Aufschütteln ihrer Daunenkissen sorgt für weiße Decken auf dem Land. Unsere fleißige Brunnenspringerin sorgt also jeden Tag dafür, dass die Federn nur so fliegen und lebt ein gutes Leben bei Frau Holle, ohne Schimpf und Leid. Doch trotzdem überkommt sie nach einer Weile Heimweh und sie wünscht sich zurück zu ihrer Familie. Ihre Arbeitgeberin führt sie also zum großen Tor, das zurück in ihr Dorf führt und als sie hindurchtritt wird sie als Lohn für ihre treuen Dienste über und über von einem Goldregen bedeckt.
Selbstverständlich wird diese Goldmarie von ihrer lieblosen Stiefmutter und –schwester sofort wieder aufgenommen. Sie erfahren die ganze wundersame Geschichte und neiden ihr das Glück. So sorgt die Mutter dafür, dass ihre hässliche Tochter ebenfalls eine blutige Spindel in den Brunnen wirft und sogleich hinterher springt.
Immer wieder sieht man UnternehmerInnen, die versuchen es anderen gleich zu tun. Sie besuchen Seminare, beobachten und fragen herum nach den besten Tricks und Methoden. Beim Versuch diese dann umzusetzen läuft es allerdings nicht immer reibungslos. Es fehlt an Know How, an Ressourcen, an der richtigen Motivation für die nötigen Schritte.
Falsche Gründe sind kein guter Motivator
Genauso wie sie es gehört hat, erwacht die faule Schwester auf der sonnigen Wiese. Doch weder das verbrennende Brot noch die überreifen Äpfel interessieren sie. Sie sucht sofort das kleine Haus von Frau Holle und will in den Dienst genommen werden. Als verwöhntes Lieblingskind ist ihr Arbeit jedoch fremd. Zuerst denkt sie noch an das viele Gold und macht was ihr aufgetragen wird, aber schon nach wenigen Tagen liegt sie lieber bequem in den Kissen, als sie kräftig auszuschütteln. Frau Holle ist dies schnell leid und kündigt ihr den Dienst wieder. In Erwartung des ihrer Ansicht nach wohl verdienten Goldregens tritt die Faule durch das Tor, doch statt reichem Glanz fällt klebriges Pech über sie, das ihr Lebtag nicht mehr abgeht.
Wäre ja schön, wenn es so einfach wäre, wie sich die faule Schwester das vorgestellt hat. Leider ist das Erfolgsrezept des einen für andere oft nicht auf dieselbe Weise umsetzbar. Ganz simpel aus dem Grund, dass jeden Menschen andere Motive bewegen das zu tun, was er/sie so tut. Sei es idealistisches Ehrgefühl oder gieriges Streben nach Besitz.
Je nachdem wie der Einzelne diese Motive für sich gewichtet ergibt sich daraus die ganz individuelle Motivation für ihr/sein Leben. Äußere Einflüsse motivieren nur dann, wenn sie mit diesem ureigenen und inneren Antrieb korrespondieren. Nur so sind Sie in der Lage in einen wirklich produktiven “Flow” zu kommen.
Verwechseln Sie nicht bewusst abrufbare (=explizit „im Kopf“ oder per Sprache zu benennende) Ziele mit diesen unbewusst verankerten (=impliziten, eher per „Bauchgefühl“ erkennbaren) Motiven, die nur eingeschränkt unserem bewussten Verstand zugänglich sind und sich uns vor allem über innere Bilder/Visionen, Gefühle und körpersprachliche Empfindungen („somatische Marker“) erschließen. Demotivatoren wie Bedenken, Selbstzweifel und Statik sind große Gegner des Erfolgs. In diesen Fällen ist Durchhaltevermögen, Flexibilität und ein gewisses “Angstmanagement” angesagt. Wenn Sie erkennen, welche Motive für Sie persönlich zentrale Bedeutung haben und dies auch akzeptieren, wird Ihnen in Zukunft jede Entscheidung und auch Umsetzung viel leichter fallen und in der Regel auch um einiges erfolgreicher für Sie werden.
Märchenhaft erfolgreiche Motivation wünscht
Claudia Salloker
Training for Office, Life & Fun
märchenhaft wirksam
Claudia Salloker
Jägerstraße 18, 1200 Wien
T +43 699 194 20 294
E claudia@salloker.biz
W www.märchenhaft.at

No Comments, Comment or Ping
Artikel “UnternehmerIn als Erfolgsmotor. Reicht der Sprit?”