Professioneller schreiben können bringt den beruflichen Vorsprung. -Amtsschimmel, Fachchinesisch und Co. – Auf Nimmerwiedersehen! „Bezugnehmend auf Ihren Antrag wird hiermit mitgeteilt, dass, im Zuge unserer Umstrukturierung…“, wer kennt Sie nicht, diese Art von Unbriefen mit denen man nur eines im Sinn hat: Schnell damit in die „Rundablage“. Auch auf den Vorstands-Etagen und durch die Marketing- und Kommunikationsabteilungen geistern Unwörter wie „dienstleistungsbasierte Aktivitäten“, „Synergiepotentiale“, „Optimierung von Entscheidungs-findungsprozessen“ oder „Es sollen ab nun Task Forces gebildet werden!“ Mit solchen aufgeblähten, leeren Phrasen konfrontiert, fragt man sich zu Recht: „Was soll das eigentlich?“

Unsere Intuition sagt uns sofort: Hier möchte jemand blenden, sich hervortun oder um den heißen Brei herumreden. Wollen Sie jedoch Wissen und Informationen authentisch vermitteln, wollen Sie verstanden werden, dann müssen Sie sich in erster Linie bewusst sein: Klarheit und Verständlichkeit sind das A und O jedes Textes.

weiter unten_Schreibcoaching_1„Unsere ohnehin hoch komplexe Welt soll nicht durch eine derartige Sprache verkompliziert werden. Das ist volkswirtschaftlich für ein Land wie Österreich tödlich. Unsere Produkte der Zukunft sind Innovation, Kreativität und Wissen. Und diese Inhalte müssen verschriftlicht werden, um sie nutzbar zu machen”, so Mag.a Claudia Maria Traint.

Trennen Sie sich also getrost von sprachlichen Modeerscheinungen! Entrümpeln Sie Ihre Geschäftsbriefe, Homepages und Firmenbroschüren von nichtssagenden Floskeln, umständlichen Formulierungen und einem abstrakten, schwer verständlichen Fachjargon!

Berufliches Schreiben – worauf’s ankommt
Wünschen Sie sich auch, dass der Frühling und damit die Leichtigkeit endlich wieder i ns Land ziehen? Und in die Schriftstücke Ihres Unternehmens? Die Unternehmenskommunikation fitter machen und verjüngen, mit eigenen Texten besser ankommen und sich selbst leichter beim Schreiben tun?

Dafür gibt es bewährte Strategien. Die Bandbreite des beruflichen Schreibens ist groß. Schreiben gehört für die Meisten immer mehr zum Alltag und wird doch sträflich vernachlässigt – von der öffentlichen Verwaltung und Unternehmen, von Forschung und Aus- und Weiterbildung und von den Schreibenden selbst. Es wird viel geschrieben und doch wenig ausgesagt. In unserer Zeit der Geschwätzigkeit und des Entertainments bläst allem Geschriebenen ein scharfer Wind entgegen. Gerade deshalb gilt: Wer Kunden gewinnen, Ideen durchsetzen, Produkte bewerben, Aufträge akquirieren, Erkenntnisse veröffentlichen will, der muss vor allem eines können: Texte schreiben, die ankommen.

weniger verpackung ist mehr ...Mehr Inhalt – weniger Verpackung
LeserInnen entscheiden sich innerhalb von zwanzig Sekunden, ob sie einen Text weiter lesen oder sofort wieder abspringen um sich etwas Besseres zu suchen. Daher sollte die Leserfreundlichkeit für Schreibende das Maß aller Dinge beim Texten sein. Wie aber schreibt man leserfreundlich?

Wissen ist ein wichtiger Rohstoff. Ebenso wichtig ist, wie es weitergegeben wird. Wir alle erinnern uns gerne an gute Lehrende, die uns Stoffe anschaulich vermittelt haben oder an ein Buch, aus dem wir scheinbar mühelos etwas gelernt haben. Geben wir Wissen einfach, klar und einprägsam weiter, dann bleibt es auch hängen. Wir reservieren in unserem Gehirn einen Platz für das Gehörte oder Geschriebene.

Alle, die etwas zu sagen haben oder etwas bewirken wollen, halten sich am besten an eine verständliche Sprache. Jedes Wort im Text hat Aussagekraft, unnötige Füllwörter mindern den Ausdruck. Sprengen Sie verschachtelte Sätze, formulieren Sie kurz und knackig und ordnen Sie Informationen, frei nach dem Motto: „Sag es klar und angenehm, was erstens, zweitens, drittens käm!“ Fragen Sie sich ernsthaft, ist das, was ich geschrieben habe, zu kompliziert, zu umständlich? Oder zu langweilig oder negativ? Der Leser muss Ihren Gedanken mühelos folgen können! Verleihen Sie Ihrem Text zudem noch ein paar Glanzlichter, in Form von Zitaten, Beispielen oder Vergleichen, Pointen oder Wortbildern. Auch sie sagen mehr als tausend Worte.

Schreiben heißt: Überzeugen
Sich gut ausdrücken zu können ist entscheidend für die Karriere, für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz und für das Nachaußentragen seiner Ideen und Werte. Aus der Werbung wissen wir, wie wichtig es ist, ein Produkt verlockend zu beschreiben und darzustellen, um es gut zu verkaufen. Es zahlt sich aus, im wahrsten Sinne des Wortes, die Kunst des Schreibens zu beherrschen. Von der Rhetorik, der Kunst des Redens, haben wir das längst akzeptiert.

Ein guter Redner trifft mit seinen Worten den Nerv, bewegt unsere Herzen und verschafft sich nachhaltig unsere Aufmerksamkeit. Genauso verhält es sich mit einem guten Text.

Sie haben es in der Hand, ob Ihre Botschaft aufgenommen wird und bei Ihrem Zielpublikum haften bleibt.

Mag. Claudia Maria Traint

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Dieser Artikel wurde verfasst am Freitag, Februar 26th, 2010 um 10:11.
Kategorie: Coverstorys.

 

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Artikel “Schreibcoaching für UnternehmerInnen & ManagerInnen”

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