War es in den letzten Jahrzehnten noch eine Randgruppe Birkenstock-tragender „Gutmenschen“ in kleinen Reformhäusern, die man mit dem Begriffen „Öko“ und „Grün“ verband, drängen die Werte „ökologisch“, „nachhaltig“ und „biologisch“ sowie die damit verbundene Einstellung mehr und mehr in die gesellschaftliche Mitte und erobern die Szene-Viertel.
Bisher noch etwas vernachlässigt und belächelt schwappt ein neuer Trend aus den USA nun auch nach Europa: Der Trend der „kulturell Kreativen“ oder LOHAS, der „Lifestyle of Health and Sustainability“ – der „New Green Lifestyle“ bringt uns „Neo-Ökos“, „Biohème“ und „strategischen Konsum“. Zahlreiche Analysen zeigen deutlich den Trend zu diesem neuen Lebensentwurf – ausgerichtet an Qualitäten wie Gesundheit, Nachhaltigkeit, Genuss oder Selbstverwirklichung.
Product: Grüne Produkte müssen
höchsten Standards in Sachen umweltfreundlicher
Produktion und Verpackung
entsprechen. Oft dienen zur
Orientierung Gütesiegel und Öko-
Labels.
Price: Grüne Produkte werden häufig
zu höheren Preisen angeboten, die auf
höhere Kosten wegen Investitionen
im Umweltschutz und der Entwicklung
von neuen umweltfreundlichen
Produkten zurückzuführen sind. Auch
haben Unternehmen bemerkt, dass
Verbraucher bereit sind, Preisprämien
für grüne Produkte zu bezahlen.
Place: Der Hauptunterschied im Vertrieb
ist die neue Richtung im Produktfluss,
der nicht mehr nur einen
Einwegfluss beschreibt – oft handelt
es sich mittlerweile um Mehrwegsysteme.
Promotion: Das schwierigste „P“. In
der Kommunikation ist größte Vorsicht
geboten, um greenwashing zu
vermeiden. Dieses Konzept wird in
der Werbung, der PR oder der Verpackung
verwendet, um Produkte zu
fördern und sie grüner scheinen zu
lassen, als sie wirklich sind.
Um den Ansprüchen dieser neuen Konsumenten gerecht zu werden bedarf es eines umfassenden Konzeptes, das ökologische und ökonomische Werte vereint, und es bedarf einer Möglichkeit diese Werte zu transportieren und transparent zu machen – Green Marketing.
„Marketing ist mehr, als nur ein gutes Produkt zu entwickeln, ihm einen attraktiven Preis zu geben und es der Zielgruppe zur Verfügung zu stellen. Unternehmen müssen die angebotene Leistung auch kommunizieren.” Ein wahres Wort, das Herr Kotler hier gesprochen hat – doch wenn es um Green Marketing geht, ist das noch lange nicht genug.
Eine klare Positionierung ist der Schlüssel zum betrieblichen Erfolg. Gerade in angespannten Zeiten, scheinen Unternehmen, welche ökonomische UND ökologische Werte und Ziele vereinbaren, auf der Überholspur: Erneuerbare Energien, Biolebensmittel, faire Bekleidung oder auch sanfter Tourismus sind Produkte und Branchen die derzeit einen stetigen Aufwärtstrend erleben.
Also fragt man sich zurecht,…was unterscheidet diese Unternehmen so maßgeblich von „gewöhnlichen“ Firmen? Wie gehen diese Unternehmen vor um sich wirklich klar und glaubhaft in den Köpfen der konsumkritischen „green customer“ zu positionieren.

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Artikel “Green Marketing als Wettbewerbsvorteil – Positionierung mit Engagement.”