Die Anzahl mobiler Computer wächst stetig. Gerade der Netbook-Markt profitiert von dieser Entwicklung: Der günstige Anschaffungspreis und die Möglichkeit immer und überall ins Internet zu gehen, veranlasst insbesondere jüngere Touristen die mobilen Begleiter mit in die Ferien zu nehmen. G Data Security-Experte Ralf Benzmüller warnt zur bevorstehenden Reisezeit vor einem leichtfertigen Einloggen in kostenlose WLANs an Flughäfen, am Urlaubsort oder im Internetcafé. Die vermeintlich kostengünstige Datenverbindung, stellt sich oft erst nach Rückkehr als Datenfalle heraus, denn Kriminelle machen auch in diesem Jahr wieder verstärkt Jagd auf Urlauber.

“Netbooks sind gerade bei jüngeren Menschen extrem beliebt. Trotz des geringen Anschaffungspreises bieten die Geräte alles, was zum Surfen notwendig ist. Problematisch wird es bei vielen Geräten beim Thema Virenschutz, denn viele Anwender verzichten hier auf leistungsstarke Security-Lösungen. So sind mobile Surfer vor Angriffen nicht geschützt”, so Ralf Benzmüller, Leiter der G Data Security Labs.

Vorsicht Falle: Kostenlose WLans und Internetcafés
Gefahr geht jedoch nicht nur von unzureichend geschützten Netbooks aus. Die Nutzung kostenloser WLANs und Internetcafés kann Urlauber ebenfalls zum Verhängnis werden.

“Die Täter geben sich selbst oft als kostenlose WLANs aus. Der gesamte Datenverkehr wird von den Cyber-Dieben dann mitgelesen. Das Abrufen des eigenen Kontostands oder die Buchung von Angeboten mit der Kreditkarte sorgt nach der Rückreise bei so manchen Opfern für Katerstimmung. Wir können nur eindringlich davor abraten, im Urlaub kostenlose WLANs zu nutzen oder in Internetcafes vertrauliche Daten einzugeben.”

Sechs Reisetipps:
1. Verzichten Sie in Internetcafès, an öffentlichen Terminals oder in kostenlosen WLANs auf Online-Banking und Online-Shopping.
2. Löschen Sie nach der Benutzung von Internetcafès oder öffentlichen Terminals die temporären Dateien des Browsers, die Browserhistory und Cookies.
3. Vergessen Sie nicht sich abzumelden, wenn Sie sich auf einer Webseite als eingetragener Nutzer angemeldet haben. Möglicherweise kann sonst der nächste Nutzer des Rechners auf Ihren Zugang zugreifen.
4. Für den Versand von Urlaubsgrüßen sollten Sie vor Reisebeginn einen speziellen E-Mail-Account einrichten, z. B. bei yahoo.de oder web.de. Bei Diebstahl der Zugangsdaten liegt so nicht Ihre gesamte E-Korrespondenz offen.
5. Viele gängige Internet-Anwendungen wie Browser oder E-Mail-Clients sind als so genannte “Portable Apps” verfügbar und laufen ohne langwierige Installation direkt vom USB-Stick. Anlaufstelle für derartige Anwendungen “zum Mitnehmen” ist z.B. www.portableapps.com.
6. Alternative zu WLANs: Der Einsatz einer UMTS-Karte ist zwar kostspielig, birgt aber deutlich weniger Gefahren.

Infobox: Aktuelle Viren-Analyse für den Monat Juni 2009
Im Vergleich zum Vormonat sank die Anzahl neuer Malware-Typen um mehr als 30 Prozent. In absoluten Zahlen waren dies im vergangenen Monat gut 83.000 Neuerscheinungen. Die weltweite Rezession scheint jetzt auch die eCrime-Ökonomie erfasst zu haben. Ralf Benzmüller, Leiter G Data Security Labs: “Die Schattenwirtschaft agiert nach streng ökonomischen Gesichtspunkten: Angebot und Nachfrage bestimmen das Geschäft. Die weltweite Wirtschaftskrise macht vor der eCrime-Ökonomie nicht halt. Nach Dumping-Preisen für den Versand von Spam ist der Abschwung jetzt auch bei den Schadcode-Autoren angekommen. Die Auftragslage scheint in diesem Geschäftszweig momentan rückläufig zu sein. Für den laufenden Monat erwarten wir daher eine Stagnation bei Malware-Neuerscheinungen. Einzelne Peaks wird es aber sicherlich weiterhin geben. Globale Ereignisse und Katastrophen sind zu jeder Zeit beliebte Aufhänger für Online-Kriminelle.”

Weiter unangefochten auf Platz eins der Malware Top-5 bleiben mit einem Anteil von 28,8 Prozent Trojanische Pferde.

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Dieser Artikel wurde verfasst am Montag, September 21st, 2009 um 11:04.
Kategorie: IT & Telekommunikation.

 

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