Englische Wissenschaftler wurden kurz nach dem 2. Weltkrieg gefragt, nachdem ihre Labors und Büros nahezu vollständig zerbombt wurden, wo sie denn nun kreativ seien. Die englischen Wissenschaftler blickten den Journalisten entgeistert an und antworteten: „Na, wir haben ja noch die 4 Bs: Nämlich Bus, Bahn, Bett und Bad.“

Wer kennt nicht die kreativen Eingebungen, die uns an den ungewöhnlichsten Orten in den Sinn kommen. Entweder liegen wir im Bett und sind gerade aufgewacht, oder wir bereiten uns auf das Schlafen gehen vor. Im Badezimmer beim Zähneputzen, dort wo der Kaiser selbst zu Fuß hingeht, oder während wir mit dem Bus oder mit der Bahn unterwegs sind.

Warum ist das so? Warum kommen uns die besten Ideen, wenn wir uns gerade nicht mit dem Problem oder mit dem Thema auseinandersetzen? Die Antwort ist denkbar einfach. Genau dann, wenn unser Gehirn sich im Übergang zwischen dem Alpha- und dem Theta-Zustand befindet, genau dann fließen die kreativen Gedanken wie im Schlaf.

Colin Martindale
Erstmals hat der amerikanische Psychologe Colin Martindale festgestellt, dass diese Gehirnzustände auch bei Kreativitätsprozessen von Genies messbar sind. Genies scheinen sich oft von der Außenwelt abzuschotten. Marcel Proust etwa kleidete sein Arbeitszimmer mit Kork aus, andere schnitten die Kabel der Türklingel durch, oder verkrochen sich – um in Ruhe arbeiten zu können. Deshalb wollte Martindale prüfen, ob kreative Menschen auf harmlose Geräusche nicht deshalb übertrieben reagieren, weil sie Exzentriker sind, sondern weil ihr Gehirn Eindrücke intensiver wahrnimmt.

Gehirnströme
Martindale schloss die Teilnehmer einer Versuchsreihe an ein Elektro-Enzephalogramm an und maß ihre Gehirnwellen. Einmal im Ruhezustand bei geschlossenen Augen, einmal beim Erzählen einer Geschichte, und einmal nach der Aufforderung eine besonders kreative Geschichte zu erfinden. Martindale vermutete, dass kreativ zu sein andere Hirnströme erzeugt, als eben nicht kreativ zu sein. Es stellte sich heraus, dass bei den Kreativen sich die Alpha- und Thetawellenanteile extrem erhöhten, und sie mit ihrem Gehirn in einen gewissen Entspannungszustand kamen.

Alphawellen
Als Alphawelle wird ein Signal im Frequenzbereich zwischen 8 und 13 Hz bezeichnet. Ein verstärkter Anteil von Alpha-Wellen wird mit leichter Entspannung bzw. entspannter Wachheit, bei geschlossenen Augen, assoziiert.

Thetawellen
Als Thetawelle wird ein Signal im Frequenzbereich zwischen 4 und 7 Hz bezeichnet. Sie treten vermehrt in den leichten Schlafphasen auf und man reagiert nur noch auf wichtige oder starke Umweltreize.

Ungewöhnliche Inspiration
Um sich zu inspirieren und Alpha- bzw. Thetawellen zu erzeugen, so beobachtete Martindale, wenden Künstler häufig „äußerliche Tricks“ an. „Sie ziehen sich zurück, legen sich flach hin, trinken, oder nehmen Drogen“, so Martindale.
Schiller tauchte seine Füße in Eiswasser und roch gern an faulen Äpfeln. Mörike werkte im abgedunkelten Raum bei Kerzenlicht. Hemingway konnte nicht anfangen, bevor er nicht zwanzig Bleistifte gespitzt hatte. Kipling schrieb nur auf blauem Papier. „Alles nur Marotten“, so Martindale weiter, „um die Muse herbeizurufen“, die Alpha- und Thetawellen produziert.

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Auflösung Rätsel Juni: Die Geschichte spielt am 1. Januar, und Karl ist am 31. Dezember 26 Jahre alt geworden. Er war also am 30. Dezember noch 25 Jahre alt, ist jetzt (am 1. Januar) 26, wird am 31. Dezember diesen Jahres 27 und nächstes Jahr am 31. Dezember 28 Jahre alt.

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Rätsel Juli: Ein paar Leute sitzen an einem runden Tisch. Ein gewisser Teil sind stets Lügner, die anderen sagen stets die Wahrheit. Jeder behauptet über seinen Sitznachbar, er sei ein Lügner. Eine Frau meint: “Es sitzen 47 Leute an diesem Tisch.” Daraufhin schlägt ein Mann verärgert mit der Faust auf den Tisch und sagt: “Das stimmt nicht, sie ist eine Lügnerin. Es sitzen 50 Leute am Tisch.”
Wie viele Leute sitzen denn nun am Tisch?

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Dieser Artikel wurde verfasst am Montag, September 21st, 2009 um 11:07.
Kategorie: Mensch & Geist.

 

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Artikel “Die Macht der Entspannung – kreativ sein im Schlaf”

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