Sind Sie ein überdurchschnittlich gutes Organisationstalent?
Bringen Sie ein enorm hohes Potential von Konfliktkompetenz, Entscheidungsfähigkeit,
Zeitmanagementfähigkeit, Motivationsfähigkeit und Frustrationstoleranz
mit? Lieben Sie es, extrem viel Verantwortung zu tragen? Sind Sie multitasking fähig? Kommen Sie mit ganz wenig Schlaf aus? Sehr gut. Dann spricht alles dafür, dass Sie Familie und Selbstständigkeit gut managen können. Personen, die vor Ihrer Selbstständigkeit schon Familie und Arbeit kennen gelernt haben, wissen um
diese Eigenschaften. Bei der Selbstständigkeit ist einfach nur alles potenziert. Zusätzlich braucht man eine gute Einstellung zu Risiko und finanzieller Unsicherheit.
Der Nobelpreisträger Konrad Lorenz hat einmal gesagt: “Jede Gefahr verliert viel von ihrer Schrecklichkeit, wenn ihre Ursachen erkannt sind.“
Es ist wichtig, sich die möglichen Zerreißproben zwischen der Selbstständigkeit und der
Eingebundenheit ins Familienleben bewusst zu machen. Dann kann man dieses Risiko minimieren, indem man vorher schon einplant, wann und wie viel Zeit für die Familie bleibt. Dies sollte man auch vorher besprechen. Was ist jeder bereit dazu zu tun, damit das Familienleben harmonisch bleibt. Kann ich mir als Selbstständige/r vielleicht Zeit nach der Schule für die Kinder nehmen und dafür abends länger arbeiten? Oder stehe ich morgens früher auf und erledige Sachen, die nicht Tageszeit gebunden sind, sodass ich tagsüber oder abends Zeit mit der Familie verbringen kann. Auf jeden Fall braucht man viel Energie für diese Aufgabe. Am Wichtigsten finde ich, dass man „abschalten“
kann. Wenn man bei der Familie ist, sollte man das nicht nur körperlich sein. So kann dies auch ein möglicher Quell sein, um wieder Energie aufzutanken, für die vielen Stunden Arbeit, die noch vor einem liegen. Zwei afrikanische Sprichwörter sagen aus, wie man vielleicht den Spagat eher schafft: „Die Wespe hat ihre Kraft vom Nest.“ und “Nur der einsame Narr versucht die Arbeit von vielen zu tun.“
Die Liebe – partnerschaftliche, familiäre Zufriedenheit – und die Freude an der Arbeit
sind, während der ganzen Lebensspanne, zentral für seelische Gesundheit und Wohlbefinden. Das belegen viele Studien. 2005 hat man WissenschaftlerInnen der
Universität Wien zum Thema Liebe befragt. Liebe aus der Sicht eines Neurobiologen und Verhaltenswissenschaftlers: “Liebe ist die Fähigkeit zweier Individuen, sich gemeinsam in der Welt zurechtzufinden, indem sie physiologische
Prozesse und Verhaltensweisen synchronisieren und Stressmanagement betreiben,…” (John Dittami)
Weniger wissenschaftlich fällt mir dazu ein: „Liebe leben macht stark.“
Sollte es doch mal zum Konflikt in der Familie kommen, bedenken Sie folgendes:
In einer entwicklungspsychologischen Studie wurde festgestellt, dass Kinder aus Familien, in denen Konflikte und Streit offen ausgetragen werden, die Eltern aber zur Versöhnung fähig waren, eine höhere soziale Intelligenz aufwiesen als Kinder, die in völlig „konfliktfreien“ Familien aufwuchsen, oder Kinder, in deren Familie
gestritten wurde, aber keine Versöhnungsrituale stattfanden. (Quelle: Psychologie Heute, 1996, Heft 12, S.27)
Erschienen in der Erfolgsmagazin Ausgabe Juni 2008
Maga Eva Tiefenböck
1020 Wien, Schwarzingergasse 7/I/14
2020 Hollabrunn, Schöngrabern 42
Tel.: 0699 811 39 085
eva.tiefenboeck@gmx.at
www.bruecke-wien.at

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Artikel “Liebe leben macht stark! – Familie & Selbständigkeit.”