image Der namhafte Psychotherapeut Paul Watzlawick geht davon aus, dass es unmöglich ist, nicht zu kommunizieren. Selbst Schweigen ist ein Akt der Kommunikation (vgl. Watzlawick, Beavin, Jackson 1996). Samy Molcho, einer der berühmtesten Spezialisten für Körpersprache sagt es so: „Keine Bewegung ist zufällig, sondern Ergebnis bewussten oder unbewussten Denkens.“

Menschliches Sozialverhalten basiert auf Kommunikation. Die nonverbale Kommunikation ist die älteste und wahrscheinlich erste Form der zwischenmenschlichen Verständigung. Körpersprache ist schwerer bewusst zu beherrschen, als verbale Botschaften. Sie entzieht sich dem Willen weitgehend.

Zwei Drittel der face-to-face Interaktion wird durch nonverbales Ausdrucksverhalten bestimmt. (Walther & D’Addario, 2001, S. 329)

Wir lesen körperliche Haltungen wie selbstverständlich, obwohl wir dies meist nicht bewusst tun.

1953 ließ man in einem Experiment einige Strichmännchen interpretieren. Dabei wurden folgende Zuordnungen gemacht (solche Zuordnungen sind gewiss kulturabhängig!):

Interpretierte Strichfiguren von Körperhaltungen

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(Quelle der Abb.: Argyle, Michael , 1925 : Körpersprache und Kommunikation. Paderborn : Junfermann, ©1979.)

Der namhafte Psychotherapeut Paul Watzlawick geht davon aus, dass es unmöglich ist, nicht zu kommunizieren. Selbst Schweigen ist ein Akt der Kommunikation (vgl. Watzlawick, Beavin, Jackson 1996). Samy Molcho, einer der berühmtesten Spezialisten für Körpersprache sagt es so: „Keine Bewegung ist zufällig, sondern Ergebnis bewussten oder unbewussten Denkens.“

Menschliches Sozialverhalten basiert auf Kommunikation. Die nonverbale Kommunikation ist die älteste und wahrscheinlich erste Form der zwischenmenschlichen Verständigung. Körpersprache ist schwerer bewusst zu beherrschen, als verbale Botschaften. Sie entzieht sich dem Willen weitgehend.

Wenn wir interaktiv kommunizieren, fehlen uns all diese Hinweise auf die tatsächlichen Gefühle des Gegenübers wie Mimik, Gestik, Tonfall, Körperhaltung.

Aus vermutlich diesem Mangel heraus, erfand schon 1963 der Werbegrafiker Harvey Ball das Original-Smiley. Wir benutzen sogenannte „Emoticons“, um unsere Stimmung auszudrücken.

Emoticon ist die Verbindung von „Emotion“ (Emotionen) und „Icon“ (Symbol).

.

Hartig, Jude und Moosbrugger haben untersucht, welches Emoticon wir am häufigsten benutzen.

98% : Smiley :-)

75% : ironisch zwinkernde Gesicht ;-)

67% : das traurige Gesicht :-(

andere „Gesichtsausdrücke“ werden seltener genannt (z.B. :-o Überraschung mit 11% und herausgestreckte Zunge :-p mit 9%).

Insgesamt gaben 86% der Befragten an, beim Lesen von elektronisch vermittelten

Texten auch auf Emoticons zu achten. In dieser Studie definierten die Untersuchungsteilnehmer/innen den Sinn eines Emoticons

dahingehend, dass damit eigene Gefühle und Stimmungen ausgedrückt und Ironie

verdeutlicht werden kann.

Emoticons sind kulturabhängig. Da man in Japan beispielsweise eher auf die Augen, als den Mund des Gegenübers blickt, verwenden diese auch entsprechende Emoticons.

Beim Chatten und in E-Mails benutzen Japaner/innen das Symbol ^_^ für ein glückliches und ;_; für ein trauriges Gesicht – mit “großen” und “kleinen” Augen, während das Mundsymbol sich nicht verändert. (Studie von Takahiko Masuda, University of Alberta in Kanada und Kollegen)

(^_^)/" (japanisches Emoticon für Winken)

Mag.a Eva Tiefenböck
www.bruecke-wien.at

Erschienen in der Erfolgsmagazin-Ausgabe 20. Mai 2008

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Dieser Artikel wurde verfasst am Freitag, Mai 23rd, 2008 um 06:10.
Kategorie: Mensch & Geist.

 

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