gesehen im ganzen Land? In der letzten Ausgabe des Erfolgsmagazins ist es unter anderem um den USP, also um das einzigartige Verkaufsversprechen eines Produkts bzw. einer Dienstleistung gegangen. Doch was nützt ein Versprechen,
wenn es nicht gehalten wird? Und die Einzigen, die letztendlich entscheiden, ob das Versprechen gehalten wurde, sind die Kunden. Somit ist es unumgänglich, Selbstund Fremdbild der angebotenen Leistungen unter einen Hut zu bringen.

Wenn man daran geht, sich Gedanken zum eigenen Unternehmen und zum Wert der angebotenen Leistungen und Produkte zu machen, dann verfestigt sich mit der Zeit ein gewisses Selbstbild: Man hat Vorstellungen darüber, wie man/ wie das Unternehmen ist. Dazu gehören einerseits Fakten wie Unternehmensform, Umsätze, Anzahl der Kunden, Artikelbezeichnungen, etc. Das kann schwarz auf weiß belegt werden. Andererseits entwickelt man auch ein Selbstbild über die eigenen Eigenschaften, über die Stärken und Schwächen. Man hat im Idealfall auch eine konkrete Vorstellung über den angebotenen Nutzen, die künftigen Unternehmensziele und die gelebten Werte. Dieser Bereich ist weniger klar zu überprüfen. Strategisch denkende, planvolle Menschen machen sich diese Gedanken in schriftlicher Form, um sie jederzeit wieder abrufen zu können. Dazu kann manchem ein Blatt Papier reichen, auf dem zum Beispiel in Form eines Mindmaps Werte, Ziele, Nutzendimensionen, etc. visualisiert werden.

Andere gehen die Sache umfassender an und entwickeln ein schriftliches Konzept, in dem Kapitel für Kapitel die wichtig erscheinenden Überlegungen zu sich und dem eigenen Unternehmen notiert werden. In jedem Fall bringt eine schriftliche Form der SelbstbildÜberlegungen den Vorteil, dass man immer wieder darauf zurückkommen kann. Dadurch hat man eine Möglichkeit zur Selbstkontrolle und zum aktiven (Gegen-)Steuern. Das Selbstbild, das wir von uns bzw. von unserem Unternehmen haben, steuert unser Denken und Handeln. Es veranlasst uns, in der täglichen Arbeit entsprechend der eigenen Ziele und Werte zu agieren. Es birgt aber auch die Gefahr in sich, dass man sich mit dem Selbstbild etwas vormacht. Nur weil man selber glaubt, dass die Kunden-beziehungen toll sind, heißt das noch nicht, dass alle Kunden das auch immer so sehen. Daher lohnt es sich, auch Wissen über das Fremdbild zu sammeln. Wenn man merkt, dass das Unternehmen von Kunden oder Geschäftspartnern anders wahrgenommen wird als gedacht, dann wird manches Selbstbild als Wunschbild entlarvt.

Die Folge ist im Idealfall eine differenzierte Sicht des Selbstbildes und die Einleitung von Entwicklungsschritten, um mehr und mehr das eigene Wunschbild zu erfüllen. Es kommt aber auch vor, dass keine selbstkritischen Rückschlüsse gezogen, sondern die Fehler bei den anderen gesucht werden. Dann ist das so, wie wenn sich die im Titel dieser Ausgabe genannte Auster verschließt. Abkapseln statt Perlen freigeben – der Mehrwert kann nicht wahrgenommen werden.

MMag. Christian Radauer

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Dieser Artikel wurde verfasst am Dienstag, April 15th, 2008 um 08:55.
Kategorie: Marketing, Werbung & PR.

 

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Artikel “Spieglein, Spieglein an der Wand…”

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