Der Name als Programm

Da gibt es diese lila Kuh, deren Namen alle kennen. Und schon haben wir ein gutes Beispiel für eine Marke, die uns sofort ein Bild ins Gemüt zaubert. Ob wir das wollen, oder nicht. Probieren wir es mit einem anderen Begriff, sagen wir, mit “Ambrosia”.

Wohlklingend, finden Sie nicht? Klingt doch köstlich. Aber warum eigentlich? In der Schule haben wir gelernt: Ambrosia ist die Nahrung der Götter. Das göttliche Schönheitsmittel, ob als Speise, Trank oder Balsam gereicht, stand bei Zeus & Co an oberster Stelle der Speisekarte. Der Legende nach wurde dem Göttervater Ambrosia von Tauben gereicht. Ich sehe ihn vor meinem geistigen Auge, rund und satt, während die Vögel das Lebenselexier direkt in seinen Mund legen. Da vermag schon die Assoziation zwischen Begriff, und dessen mythischer Bedeutung, den Speichelfluss positiv zu stimulieren.


Klingt wie Werbung? Ist es auch, und zwar für unser Catering-Unternehmen, das sich mit diesem Titel schmückt. Ambrosia ist schlicht und einfach herrliches (göttliches)Essen. Und das bekommt man bei uns. Der Name ist Programm. Wäre dem nicht so, wären wir schon längst vom Markt verschwunden. Nur über Qualität und Perfektion lässt sich eine Marke etablieren. Das perfekte und zentrale Produkt eines Catering-Betriebes ist selbstredend das Essen.

Es isst also nicht nur das Auge mit, sondern auch noch das Ohr. Es zählt ja – noch eine Binsenweisheit – nicht nur der Inhalt. Die Verpackung hat ebenfalls ein gewichtiges Wort mitzureden. Mit ihr kann der Erfolg eines Produktes stehen und fallen: Auf der Menükarte wird oft nach dem “Klang” einer Speise gewählt. Also danach, was sich gut anhört. Ein „Saftiger Steinpilzschinken“ etwa, oder ein „Rosa gebratenes Rehrückenfilet neben Sauce Cumberland“. Was weniger gut klingt, wie etwa “Kuttelfleck”, sollte man vielleicht anders nennen. Kann Wunder wirken.

Doch Name und Qualität allein reichen – von allem im Catering-Bereich – noch immer nicht aus. Man lebt nicht zuletzt von der Mundpropaganda. Jeder Service muss perfekt sein, sonst gibt es keine Weiterempfehlung, und das Vertrauen in die Marke, und das damit gegebene Versprechen ist verloren. Wer ein “ambrosisches Menü” bestellt, hat das gute Recht, sich nicht nur eine Gaumenfreude zu erwarten, sondern soll darüber hinaus “himmlisch speisen, zu irdischen Preisen”. Unser Slogan, quasi das Tablett, auf dem “Ambrosia” serviert wird.

Und auf diesem Slogan gründet sich auch die Unternehmensphilosophie. Denn eine “geschmalzene” Rechnung war noch nie der Garant für beste Leistung. Unser Prinzip ist daher: Kulinarische Höhepunkte zu garantieren, egal, wie groß – oder klein – der Betrag ist, den der Kunde oder die Kundin auslegen möchte.

Weitere Werte, die wir vermitteln wollen, sind Gastfreundschaft und Nächstenliebe. Das eine gründet sich auf dem anderen. Genau, gemeint ist dieser Satz: „Behandle deinen Nächsten so, wie du selbst behandelt werden möchtest.“ Umgemünzt auf unseren Betrieb heißt das: “Bediene deinen Nächsten so, wie du selbst bedient werden möchtest.” Der Gast verdient nur das Beste. Ob er nun alt, jung, nobel oder einfach, reich oder arm ist. Damit machen wir uns einen guten Namen. Denn, wir sind zwar nicht lila, aber ziemlich gut. Eben “Ambrosia”.

Michel (Ambrosia Restaurant und Catering)

Erschienen in der Erfolgsmagazin-Ausgabe 15. Oktober 2007

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Dieser Artikel wurde verfasst am Montag, Oktober 15th, 2007 um 08:29.
Kategorie: Marketing, Werbung & PR.

 

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Artikel “Das Ohr isst mit”

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